Douglasie

 Douglastanne, Douglasfichte, Douglaskiefer

 (Pseudotsuga menziesii)


 

 

 

Baumsilhouetten aus: Spohn, Margot; Spohn, Roland; Raps, Stefan [Hrsg.] , Kosmos- Baumführer Europa. Stuttgart 2011.

Blätter, Blüten, Früchte: Mit freundlicher Genehmigung von Schutzgemeinschaft Deutscher. Wald.


Vorkommen

Ursprünglich in Europa heimisch, in der letzten Eiszeit ausgestorben. Im 18. Jhdt aus Nordamerika wieder eingeführt und forstwirtschaftlich angepflanzt

Wuchshöhe

Bis 60m. Eine Douglasie erreichte 133m (höchster jemals vermessener Baum)

Stammdurchmesser

Bis 2m

Rinde

Grau-grün, später rissig. Harz riecht nach Zitrone

Blätter

Weiche, stumpfe Nadeln, grün-blau. Beim Zerreiben orangen-/zitronenartiger Duft

Herbstfärbung

immergrün

Blüten

Männlich rot-gelb, weiblich gelb-grün, aus ihnen entstehen die Zapfen

Früchte

August-Oktober werden die Zapfen wie bei der Fichte im Ganzen abgeworfen

Alter

400-1400 Jahre (!)

Nutzung

Vielfältiger Einsatz als Furnier, Möbel, Parkett, Dachstühle, Schiffsbau. Wächst relativ schnell.

Besonderheiten

Die Douglasie gilt als invasiver Neophyt, dessen Ausbreitung in den letzten Jahren stark zugenommen hat. Sie steht auf der schwarzen Liste des Bundesamts für Naturschutz.

 

Mythen und Legenden

 

Nach einem Indianermärchen bemerkt eine Douglasie eines Tages, dass ihr über Nacht Samen aus den Zapfen gestohlen worden waren. Sie beschloss, die nächste Nacht wach zu bleiben um den Dieb zu stellen. Als sie in der merkte, dass etwas an ihr hoch lief und sich an den Zapfen zu schaffen machte, schloss sie schnell alles Schuppen ihrer Zapfen. Am nächsten Morgen sah sie, dass es kleine Mäuse waren, die nun in den Zapfen eingeschlossen waren. Nur noch die Hinterbeine und der Schwanz guckten noch raus. So kam die Douglasie zu ihren einzigartigen Zapfen.

 

Einsatz in der Volksmedizin

 

Es findet sich kaum Verwendung in der Naturheilkunde. Die Nadeln enthalten ätherische Öle, welche immunstimulierend und antientzündlich wirken soll, aber in großer Verdünnung zur Anwendung kommen sollten, da sie Hautreizungen verursachen können. Es kann aufgrund des frischen Zitronenaromas auch als Raumduft verwendet werden.

 

Verfasserin: Dr. Insa Joost


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