NABU-Dreisamtal baut zwei größere Trockenmauern und einen Steinriegel

Am 29. Mai 2015 berichtete die Badische Zeitung in ihrer lokalen Ausgabe „Dreisamtal“, dass die NABU-Gruppe in Buchenbach mit einer Natursteinmauer ein wertvolles Biotop für Kleinlebewesen geschaffen habe. Nachzulesen unter

http://www.badische-zeitung.de/buchenbach/schutz-fuer-kleinlebewesen--105471227.html.

Die zwölf Meter lange Natursteinmauer in der Nähe der Husemannklinik, die unter der Federführung von Simone Rudloff unter Mithilfe von Werner Fischer und einigen anderen Helfern entstand,  soll seltenen und gefährdeten Arten einen geschützten Rückzugsraum bieten, so z. B. wärmeliebenden Gehäuseschnecken, Ameisen, Bienen, Wespen, Laufkäfern aber auch Reptilien wie Zaun- und Mauereidechsen und der Schlingnatter.

Die Mauer ist 1,30 Meter hoch und hat eine südsüdwestliche Ausrichtung, was sehr wichtig ist wegen der zu schützenden wärmeliebenden Tiere.  Der durch die Mauer entstandene Lebensraum wird ergänzt durch eine ca. 1 Meter breite übererdete Mauerkrone. Hier wie auch in den Mauerspalten sollen zukünftig Pflanzen gedeihen, die insbesondere Insekten eine wichtige Nahrungsquelle bieten.

Natursteinmauern gelten heute als gefährdete Biotope, die – wo vorhanden - geschützt und gepflegt werden müssen. An geeigneten Stellen sollten aber auch neue Mauern entstehen, um dem Artensterben unter den wärmeliebenden Tierspezialisten Einhalt zu gebieten. Nachahmer der NABU-Gruppe Dreisamtal sind also ausdrücklich erwünscht. Wer sich mit dem Gedanken trägt, auf seinem Grundstück ebenfalls eine Natursteinmauer zu errichten, kann von der Naturschutzgruppe Beratung erhalten: www.nabu-dreisamtal.de

Die erste vom NABU-Dreisamtal geplante Trockenmauer bei Buchenbach ist nahezu fertig (Foto: Simone Rudloff)

 

Die Trockenmauer ist nun fertig und wartet auf Bepflanzung (Foto: Simone Rudloff)

In die Spalten und Ritzen der Mauer werden erste Pflanzen eingesetzt (Foto: Simone Rudloff)

Das zweite große Projekt des NABU-Dreisamtal in puncto Natursteinmauer entstand wenige Wochen später in Kirchzarten, in der sog. Bickenreute

Nachfolgend zwei Bilder von dem Unterschlupf im Biotop Neuhäuser:

Wie in Buchenbach ist die Trockensteinmauer an eine Böschung angelehnt und weist eine breite übererdete Mauerkrone auf, wo später zahlreiche Pflanzen ihre Heimstatt finden sollen. (Fotos: Jochen Schmidt)


NABU-Dreisamtal und BUND freuen sich über eine zweite Naturstein-Trockenmauer. Nach längeren Vorplanungen, die bereits im Jahr 2014 begannen, ist das neue Projekt von NABU und BUND realisiert worden: In der Bickenreute in Kirchzarten entstand mit freundlicher Genehmigung des Grundbesitzers Nikolaus von Gayling-Westphal und der großzügigen finanziellen Unterstützung der Gemeinde Kirchzarten eine acht Meter lange Naturstein-Trockenmauer. Das außerordentlich schöne Werk wurde errichtet von Jochen Schmidt und seinem portugiesischen Helfer.

Trockenmauern gehören leider zu den in unserer engeren Umgebung äußerst selten gewordenen Lebensräumen, obwohl sie von großer Bedeutung für allerlei Tiere und Pflanzen sind. Ziel von NABU und BUND war deshalb, durch den Bau einer Trockenmauer vor allem für Eidechsen, Blindschleichen, Käfer, Wildbienen, Spinnen und andere Kleintiere
geeignete Verstecke und Überwinterungsmöglichkeiten zu schaffen. Gleichzeitig hoffen die Initiatoren, dass die Mauer interessierte Garten- und Landbesitzer anregt, vielleicht selber einmal eine derartige Mauer in Angriff zu nehmen. Die Mauerritzen und die Mauerkrone lassen sich übrigens mit bienenfreundlichen Pflanzen besetzen, was einen zusätzlichen Nutzen bringt. Wulf Raether

Siehe auch einen Artikel in der BZ: http://www.badische-zeitung.de/kirchzarten/sowohl-oekologisch-als-auch-aesthetisch-gelungen

Vertreter von NABU und BUND sowie unsere Gäste haben die neue Mauer eingeweiht.

Hier ein weiterer Bericht des Dreisamtälers vom 30.09.2015 mit dem Titel:

Natursteinmauer an der Bickenreute bringt Gastarbeiter und Flüchtlinge zusammen


Natursteinmauer an der Bickenreute
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Der Waldkauz

Vogel des Jahres 2017 -  Der Waldkauz  Foto: NABU/Marcus Bosch
Vogel des Jahres 2017 - Der Waldkauz Foto: NABU/Marcus Bosch

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