Frühe Adonislibelle (Pyrrhosoma nymphula)

Kleinlibellen oder Wasserjungfern (Zygoptera)

Die Frühe Adonislibelle oder auch Frühe Adonisjungfer ist eine Kleinlibellenart, deren deutscher Name auf ihr zeitiges Erscheinen sowie ihre rot-schwarze Färbung zurückgeht, die der von rotblühenden Adonisröschen ähnelt.

 

Merkmale

Die Libellen erreichen eine Körperlänge von 35 bis 45 Millimeter und eine Flügelspannweite von 50 bis 70 Millimeter. Bei beiden Geschlechtern befinden sich schwarze Zeichnungen am Hinterleib, die sich bei den Männchen auf die hinteren Segmente des Hinterleibs beschränken. Insgesamt sind bei den Weibchen die schwarzen Zeichnungen deutlich stärker ausgeprägt als bei den Männchen.

Die Larve ist schlank mit 3 Kiemenblättchen am Körperende; das erste Fühlerglied ist nicht auffallend lang und alle Kiemenblättchen etwa gleich lang.

 Vorkommen

Die Art ist in Europa weit verbreitet. In Skandinavien tritt sie nur in den südlichen Regionen sowie entlang der norwegischen Küste auf; die Art fehlt in Teilen Südeuropas und der Balkanhalbinsel. Als Habitat werden Weiher, langsam fließende Bäche und gern auch moorige Tümpel angenommen. Da sie nur relativ selten frei sitzt, sondern eine dichte Ufervegetation bevorzugt, in der die Tiere sich verbergen können, wird diese weitverbreitete und auffällig gefärbte Art nicht so oft wahrgenommen wie andere häufige Kleinlibellen. Obwohl sie aufgrund ihrer Häufigkeit nicht gefährdet ist, steht die Art wie alle heimischen Libellen unter Naturschutz.

Lebensweise

Trotz ihrer roten Färbung sind die Tiere am Gewässer nicht leicht zu entdecken. Sie meiden das offene Wasser, fliegen nur ungern und halten sich deshalb überwiegend in der Ufervegetation auf.

 Paarung und Entwicklung

 

Die Paarung erfolgt nur bei sonnigem Wetter während der frühen Morgenstunden im späten Frühjahr oder im Frühsommer. Zur Eiablage landen die Tiere im „Tandem“ auf schwimmenden oder aus dem Wasser ragenden Pflanzen. Das Weibchen heftet die Eier an Pflanzenteile unterhalb der Wasseroberfläche. Dazu taucht es oft nahezu vollständig im Wasser ein.

Aus den Eiern schlüpfen nach drei bis sechs Wochen die Larven. Diese entwickeln sich im Wasser und überwintern im letzten Larvenstadium. Im folgenden Frühjahr kriechen sie an der Ufervegetation aus dem Wasser. Dort befreien sich die fertigen Libellen aus ihrer Hülle (Exuvie), und es beginnt ein neuer Zyklus.

Text nach Wikipedia gekürzt.

Bilder: Hans Hillewaert, Wikimedia CC-BY-SA 4.0, H.-Willi Wünsch und © Thomas Mißling aus www.natur-in-nrw.de/HTML/Tiere/Insekten/Libellen/TL-59.html

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Der Waldkauz

Vogel des Jahres 2017 -  Der Waldkauz  Foto: NABU/Marcus Bosch
Vogel des Jahres 2017 - Der Waldkauz Foto: NABU/Marcus Bosch

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