Erdkröte (Bufo bufo) - Froschlurche (Anura)

Merkmale

Die Erdkröte ist ein schwanzloser Froschlurch mit einem gedrungenen, oberseits von warzigen Hautdrüsen übersäten Körper mit grau- bis rotbrauner Farbe. Die Drüsen produzieren giftige Sekrete zur Abwehr von Fressfeinden und Infektionen. Die Iris ist bernsteinfarben. Mit ihren kurzen Hinterbeinen bewegen sie sich auf allen Vieren oder hüpfend vorwärts. Die kleineren Männchen besitzen keine Schallblasen.

Vorkommen

Die Erdkröte ist die häufigste Amphibienart in Europa. Sie besetzen ein großes Spektrum an Biotopen wie Wälder, Wiesen, Hecken oder naturnahe Gärten oder Streuobstwiesen. Aber auch in halbtrockenen Habitaten wie Weinbergen oder Sandgruben kann man sie antreffen.

Lebensweise

Sie ist wechselwarm und dämmerungsaktiv. Tagsüber ruhen die Kröten unter Steinen, Totholz, Gebüsch oder in gegrabenen Erdlöchern. Die Ernährung besteht aus Würmern, Schnecken, Asseln, Spinnen und Insekten, welche sie auf den nächtlichen Streifzügen erbeuten. Der Zuschnappreflex wird erst durch Bewegung der Beute ausgelöst. Erdkröten haben dadurch eine Bedeutung bei der Schädlingsbekämpfung.

Paarung und Entwicklung

Als Fortpflanzungsgewässer werden Weiher, Teiche und Seen vor allem in Wäldern oder in Waldnähe genutzt. Der ausreichend freie Wasserkörper sollte dabei 50 cm nicht unterschreiten. Im Gegensatz zu anderen Amphibien laicht die Erdkröte auch erfolgreich in Fischteichen, weil ihre Kaulquappen ungenießbar sind. Paarungsbereite Männchen klammern sich an die Weibchen und wandern in großer Zahl im März vom Winterquartier an Land zu den tradierten Laichgewässern. Dabei sind sie in hohem Maß durch den Straßentod gefährdet. Der Laich wird in Form von bis zu fünf Meter langen Laichschnüren abgegeben, welche unter Wasser um Wasserpflanzen oder Äste gewickelt werden. Beim Austritt des Laiches gibt das Männchen sein Sperma ab, damit die schwarzen Eier besamt werden. Die Abgabe von bis zu 20 Laichschnüren (bis zu 6000 Eier) kann bis zu 12 Stunden dauern.

Die Larven (Kaulquappen) schwimmen gesellig in den oberen, wärmeren Wasserschichten und leben von Algen und Kleinstlebewesen. Nach bis zu drei Monaten erreichen die Kaul- quappen die Metamorphose zum lungenatmenden, vierbeinigen 7 bis 12 mm großen Land- tier und verlassen in großer Zahl ihr Laichgewässer („Froschregen“). Nach 3 bis 5 Jahren werden die Tiere geschlechtsreif und werden in der Natur 10 bis 12 Jahre alt.

Fressfeinde

Das sind Beutegreifer wie Marderarten, Katzen, Waschbären, Marderhunde, Schlangen, Greif- Rabenvögel sowie Graureiher. Jungkröten können auch Opfer von Singvögeln oder Laufkäfern werden. Den Kaulquappen stellen Raubfische (Hecht), Flussbarsch oder die Larven von Wasserinsekten nach. Auch Parasiten wie bestimmte Schmeißfliegen oder der Plattegel können sie dezimieren.

Gefährdung

Die Bestände werden durch die Zerschneidung ihrer Lebensräume mittels Straßen stark gefährdet, sind besonders geschützt, stehen in Deutschland aber nicht als gefährdet auf der Roten Liste.

Text nach Wikipedia gekürzt.

Bild: Christian Fischer, Wikimedia CC BY-SA 3.0

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Vogel des Jahres 2017 -  Der Waldkauz  Foto: NABU/Marcus Bosch
Vogel des Jahres 2017 - Der Waldkauz Foto: NABU/Marcus Bosch

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