Gelbrandkäfer (Dytiscus marginalis) – Schwimmkäfer (Dytiscidae)

Der Gelbrandkäfer oder Gemeine Gelbrand ist ein Käfer aus der Familie der Schwimmkäfer. Er ist der häufigste Vertreter seiner Gattung in Mitteleuropa.

 Merkmale

Die Käfer erreichen eine Körperlänge von 27 bis 35 Millimetern. Ihr Körper ist breit oval geformt. Der Halsschild und die Deckflügel sind gelb gerandet, ansonsten beim Männchen schwarzgrün und glatt, beim Weibchen grünbraun und ca. auf den vorderen zwei Dritteln längs gerillt. Die Schienen (Tibien) und Füße (Tarsen) der Hinterbeine sind dicht mit Borsten besetzt, die beim Schwimmen als Paddel dienen. Der Körper der Larven ist langgestreckt, hat einen großen Kopf mit kräftigen Mandibeln und ist ausgewachsen 60 bis 80 Millimeter lang. Sie leben ebenso räuberisch und saugen ihre mit den Mandibeln gepackten Opfer aus. Sie fressen auch Artgenossen.

Vorkommen

Die Art kommt in nahezu ganz Europa, nördlich bis Mittelnorwegen und den Norden Schwedens vor. Sie fehlt im Süden Spaniens und Griechenland. Östlich erstreckt sich das Verbreitungsgebiet über den Kaukasus nach Sibirien bis nach Japan, daneben ist auch Nordamerika besiedelt. Habitat: Die Tiere leben in stehenden Gewässern. Sie sind in ihrer Entwicklung abhängig von früh laichenden Amphibienarten, da die Larven einen großen Nahrungsbedarf besitzen. Dieser kann nur durch Kaulquappen in ausreichendem Maße gedeckt werden

Lebensweise

Gelbrandkäfer sind sehr gute Schwimmer und Flieger. Um neue Lebensräume aufzusuchen, fliegen die Käfer auch über das Land, was sie meist nachts tun. Die Tiere ernähren sich von kleinen und auch größeren im Wasser lebenden Tieren wie Insektenlarven, Kaulquappen und schwachen oder kranken kleinen Fischen.

Paarung und Entwicklung

 

Die Männchen benutzen bei der Paarung Haftorgane auf den Füßen der Vorderbeine (ein großer, ein mittelgroßer und etwa 160 kleine Saugnäpfe), um das Weibchen festzuhalten. Die Weibchen legen ihre etwa sieben Millimeter langen Eier einzeln in Pflanzengewebe ab. Mit ihrem etwa 10 Millimeter langen Ovipositor schneiden sie dazu das Gewebe der Wasserpflanzen ein. Abschließend wird der Schnitt mit einem Sekret verschlossen. Insgesamt werden so zwischen März und April etwa 1000 Eier abgelegt.

Die Larven schlüpfen je nach Temperatur und Sauerstoffgehalt zu unterschiedlichen Zeitpunkten. Sind sie voll entwickelt, fertigen sie seicht im Boden unter Steinen oder Holz eine Puppenwiege aus Erde und Speichel an, in der sie sich verpuppen und die Imago anschließend überwintert.

Text nach Wikipedia gekürzt.

Bilder: Reitter (1845-1920): "Fauna Germanica: Die Käfer des deutschen Reiches", Von Mikrofot, Eig. Werk, Wikimedia CC-BY-SA 4.0

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Vogel des Jahres 2017 -  Der Waldkauz  Foto: NABU/Marcus Bosch
Vogel des Jahres 2017 - Der Waldkauz Foto: NABU/Marcus Bosch

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